Am Montag, den 4. Februar fand der Bezirksbauerntag des Bauernbundes Leoben im Festsaal der Gemeinde Traboch statt.

Bezirksobmann und Landeskammerrat Andreas Steinegger konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, allen voran die Spitzenkandidatin des österreichischen Bauernbundes für die kommende EU-Parlamentswahl, Bgm. Simone Schmiedtbauer aus Hitzendorf, Landwirtschaftskammerpräsident ÖKR Franz Titschenbacher, Bezirksparteiobmann von Leoben und Abg.z.NR Bgm. Andreas Kühberger, Gastgeber Bgm. Joachim Lackner und Vzbgm. Martin Schuchaneg aus Traboch, Bgm. Erich Ofner aus Kraubath, die Bezirksobmänner des Bauernbundes Murtal und Liezen, DI Leo Madl und Peter Kettner, die Bezirksbäuerinnen Ilse Wolfger aus Leoben, Elisabeth Hörmann aus Bruck/Mürzzuschlag und Viktoria Brandtner aus Liezen, WBObfrau KoR. Elfriede Säumel aus Leoben, VP-Frauen Bezirksleiterin Ingrid Pregartner, ÖAAB Obmann Gerd Hornbacher, Seniorenbundobmann Dkfm. Herbert Lasser, JVP-Obfrau Sarah Spitzer sowie den GF des Schaf- u. Ziegenzuchtverbandes Steiermark Siegfried Illmayer.

Weitere Ehrengäste waren: Obmann des Steirischen Almwirtschaftsvereins Ing. Anton Hafellner und Geschäftsleiter Ing. Mag. Matthias Zitzenbacher von der Raiffeisenbank Leoben/Bruck.


BKR Maria Haberl und KO-Stv. Richard Judmaier präsentierten einen umfassenden Tätigkeitsbericht über das Jahr 2018.


Einer der Höhenpunkte war ein Interview – geführt von Birgit Kaufman, Jungbauernschaft – mit Abg.z.NR Bgm. Andreas Kühberger, der umfassend berichtete – wie es ihm aus seiner Sicht in seiner Funktion als Abg.z.NR in Wien ergeht. „Ich konnte mir in Wien bereits ein Netzwerk aufbauen und der Austausch mit allen Mandataren funktioniert sehr gut. In den ARGE-Besprechungen, jeweils vor Plenartagen, werden die bäuerlichen Agenden besprochen. Das Einbringen meiner Vorschläge passiert in erster Linie über die Ausschüsse. Ich bin in den Ausschüssen, Wirtschaft, Justiz, Konsumentenschutz, Tourismus – und seit Herbst 2018 auch im Land- und Forstwirtschafts-Ausschuss vertreten. Generell muss man aber auch dazu sagen, dass neue Ideen immer lange Erarbeitungs- und Anlaufzeiten bis hin zu einer möglichen Umsetzung haben. Politik ist ein starkes langsames Bohren harter Bretter und es bedarf meist eines Konsens – in den eigenen Reihen und mit dem Koalitionspartner“, so Kühberger.

Weiters gab er einen Einblick zur GAP-Reform, welche Pläne die Politik verfolgt, um den Bauern zu helfen, den stetig steigenden Anforderungen der Gesellschaft, Handelsketten und NGO´s sowie zur Preisentwicklung der bäuerlichen Produkte.
Kühberger: „Wir sind in Wien gut aufgestellt und haben mit Bundesministerin Elli Köstinger, die das Ressort Nachhaltigkeit und Tourismus leitet, eine Frau an der Spitze, die weiß, was sie tut und auch das Gespür dafür hat, was den ÖsterreicherInnen unter den Fingernägeln brennt.“

Die Festrede hielt die Spitzenkandidatin des österreichischen Bauernbundes für die kommende EU-Parlamentswahl – am 26. Mai 2019 – Frau Bgm. Simone Schmiedtbauer aus Hitzendorf.
Schmiedtbauer: „Ich sehe mich selbst als überzeugte Europäerin und vor allem als eine, die ihren Beitrag für ein besseres Europa leisten will. Wir müssen in Europa unsere Kräfte bündeln und uns richtig weiterentwickeln – statt uns von außen und von innen schwächen zu lassen. Wir brauchen ein Europa, das wieder vom Reden ins Tun kommt, das für Sicherheit, Freiheit und für den Erhalt unseres Wohlstandes sorgt. Wer einen ökosozialen Ansatz in Europa vertritt, muss Europa von den Wurzeln her denken und sich darauf besinnen, was uns ausmacht: Das, was in unseren Gemeinden gelebt wird.“
„Als Europäer müssen wir wissen, was unsere bäuerlichen Familienbetriebe wert sind und vielmehr, was sie brauchen. Denn als Bürgermeisterin muss ich auch wissen, was meine Bürgerinnen und Bürger brauchen. Und ich muss mich fragen, wie ich das erreichen kann und was es kosten wird. Mit der Zukunft rechnen gelernt habe ich erst in der Landwirtschaft, im eigenen Betrieb. So ein längeres Bauernhof-Praktikum würde deshalb auch einigen Reformern in Europa guttun. Wir brauchen nicht mehr, sondern ein besseres Europa und eine bessere, praxisnahe Agrarpolitik. Ein ökosoziales Europa, das uns schützt und nützt. Genau dafür will ich in Brüssel kämpfen“, so Schmiedtbauer abschließend.


Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung von Bauernbundmitgliedern für besondere Verdienste rund um die Bauernschaft. Bezirksobmann des Bauernbundes Leoben und Gastgeber LKR Andreas Steinegger konnte folgende Personen auszeichnen: Franz Haberl aus St. Michael, Johann Pirker aus Leoben, Huberta Mossauer aus Kammern sowie Helmut Schmölzer aus Kalwang. Sie erhielten die Ehrenurkunde des steirischen Bauernbundes.


Weiters wurden geehrt: Josefa Haberl aus St. Michael, Helmut Schmölzer aus Niklasdorf sowie Anton Thoma aus Trofaiach. Sie bekamen die Ehrennadel des steirischen Bauernbundes in Bronze verliehen.