A9/Gleinalmtunnel – Nach dem Brand eines Kranfahrzeuges am 05. Oktober 2018 wird der Gleinalmtunnel für mehrere Wochen gesperrt bleiben. Wie lange genau ist noch nicht abzusehen.

Am Freitagnachmittag, 5. Oktober 2018, geriet im Gleinalmtunnel aus derzeit noch unbekannter Ursache ein Kranwagen in Brand. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt.

Gegen 13:15 Uhr war der Kranwagen im Gleinalmtunnel Richtung Norden unterwegs. Bei Straßenkilometer 147,00 (ungefähr einen Kilometer nach der Einfahrt beim Südportal) geriet das Fahrzeug aus derzeit noch unbekannter Ursache in Brand.

Video vom Einsatzort:

Insgesamt wurden 83 Personen aus dem Tunnel evakuiert, zu Sammelstellen in der Umgebung (Guggenbach und St. Michael) gebracht und dort versorgt. Bei dem Brandereignis erlitten der Lkw-Lenker und eine weitere Person Rauchgasvergiftungen und wurden leicht verletzt in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Ein 41-Jähriger aus dem Bezirk Liezen lenkte den „400-Tonnen-Autokran“ und wurde von zwei Begleitfahrzeugen eskortiert.

Etwa einen Kilometer nach der Einfahrt in den Gleinalmtunnel bemerkte der hinter den Autokran fahrende 34-jährige Lenker des Begleitfahrzeuges aus dem Bezirk Südoststeiermark, dass seitlich aus dem Autokran Flammen schlugen.

Brand Gleinalmtunnel
Foto: FF Mastein-Stadlhof

Er verständigte per Funk den Lenker des Autokrans und auch den vor dem Autokran fahrenden zweiten Begleiter.

Daraufhin hielten die genannten Personen unverzüglich an, sicherten ab und versuchten, den Brand mittels Handfeuerlöscher und der im Tunnel installierten Löschschläuche zu löschen.

Wegen der Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens begannen beide Begleiter und der Lenker des Autokrans sofort die im unmittelbaren Bereich des Brandes befindlichen unbeteiligten Fahrzeuglenker in die im Tunnel befindlichen Schutzräume zu evakuieren.

Der 41-Jährige und der 34-Jährige erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Sie wurden vom Roten Kreuz in das LKH Graz-West gebracht.

Der 34-Jährige wurde ambulant behandelt, der 41-Jährige wurde stationär aufgenommen.

33 Pkw, 18 Lkw und zwei Kleinlaster verblieben vorerst am Vorfallsort. Die Fahrzeuge wurden nach und nach aus dem Tunnel geholt.

Hinsichtlich der Brandursache und den entstandenen Schäden am Tunnel werden die Ermittlungen unter Beiziehung von Sachverständigen erfolgen. Der Gleinalmtunnel bleibt vorerst für unbekannte Zeit für den Straßenverkehr gesperrt. Es wurden Umleitungen über die S6 und die S35 eingerichtet.