Winterreifen sehen auf den ersten Blick aus wie Sommerreifen. Doch der Schein trügt, denn es gibt große Unterschiede. Verschiedene Eigenschaften sorgen dafür, mehr Halt und Fahrstabilität zu erlangen und auch bei problematischen Straßenbedingungen einen kürzeren Bremsweg zu gewährleisten. Nachfolgend wird erläutert, welche Merkmale für die Wintertauglichkeit stehen. Winterreifen bieten bestmöglichen Halt und Unterstützung bei Schnee und Glätte. Doch dies gilt nur, wenn wichtige Kriterien erfüllt sind.

Besonderheiten eines Winterreifens – „M & S“-Zeichen und Schneeflocke

Schnee und Glätte auf den Straßen und eisige Temperaturen, die passenden Reifen sind nun unentbehrlich, um das Fahrzeug winterfest zu machen. Das wichtigste Merkmal ist hierbei die Bezeichnung „M & S“. Sie steht für Matsch und Schnee. Auch auf Ganzjahresreifen muss die M+S Beschriftung demzufolge vorhanden sein. Winterreifen verfügen zudem über eine Schneeflocke, die sich im Dreieck auf der Karkasse befindet. Anders als „M & S“ ist die Schneeflocke im stilisierten Berg ein geschütztes Merkmal, sodass die Winterreifen daran optimal zu erkennen sind. Die Angaben zur Reifengröße können übrigens der Seitenwand der Reifen entnommen werden. Unter oponeo.at können die passenden Reifen nach der erforderlichen Größe gesucht werden. Hierfür werden im Filter die Breite, das Profil und der Durchmesser angegeben. Natürlich kann die Reifensuche auch nach Fahrzeug erfolgen (Fahrzeugmarke und Modell). Die Lieferung ist innerhalb von 48 Stunden möglich. Doch beim Kauf der Winterreifen gibt es noch weitere Faktoren zu beachten:

Gröberes Profil und weichere Gummimischung

Winterreifen besitzen im Vergleich zu den Sommerreifen ein gröberes Profil und deutlich erkennbare Lamellen mit feinen, meistens wellenförmigen Profileinschnitten. Sie sorgen dafür, dass der Halt auf der Straße besser ist und dass sich Schnee oder Matsch nicht festsetzen können. Winterreifen können bis zu 2000 Lamellen aufweisen, während Sommerreifen keine oder wenige Einschnitte haben. Dies ist ein sehr prägnantes Merkmal der Winterreifen. Sie bestehen außerdem aus einer weicheren Gummimischung, sodass sie im Winter eine ideale Haftung auf der Straße ermöglichen. Die besondere Laufflächenmischung verhindert bei sehr niedrigen Temperaturen, dass das Gummi aushärtet. Ein erhöhter Grip ist die Folge. Sehr wichtig ist bei Winterreifen auch die Profiltiefe. Der Gesetzgeber schreibt mindestens 1,6 mm vor. Doch laut ADAC ist es empfehlenswert, mit 4 mm Profil unterwegs zu sein. Die Stollen haben bei Schnee und Matsch sonst kaum Chancen zum Greifen. Die Lamellen, welche die Griffkanten des Winterreifens vergrößern, sind unterhalb von 4 mm nicht mehr vollständig vorhanden. Dadurch verlieren die Reifen ihre wichtigste Funktion, den Grip. Auch die Zusammensetzung der speziellen Gummimischung verändert sich oftmals.

Fazit

Bei guten Winterreifen sind das Laufflächenprofil und die Laufflächenmischung so ausgelegt, dass die Reifen optimale Fahreigenschaften bei Schnee und Glätte aufweisen. Dies ist vor allem beim Anfahren und Stabilisieren der Bewegung des Fahrzeugs auf glatter Straße sehr wichtig. Die Fahreigenschaften nehmen ab, wenn die Winterreifen älter als vier Jahre alt sind. Die spezielle Gummimischung verliert nach einer gewissen Zeit ihre wichtigen Merkmale und verhärtet. Der Produktionszeitraum der Reifen ist an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke erkennbar: Die ersten beiden Ziffern verdeutlichen die Produktionswoche und die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr. Die DOT-Nummer 0217 bedeutet also, dass die Reifen im Februar 2017 produziert wurden. Zudem sollten die Winterreifen nie so stark abgefahren werden, bis sie die Mindestprofiltiefe erreicht haben. Unter 4 mm kann dies die Tauglichkeit der Winterreifen erheblich beeinträchtigen.

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