Ab Mittwoch, den 5. September 2018, liegt der Nachtragsvoranschlag der Stadtgemeinde Leoben öffentlich zur Einsichtnahme auf. Kritik kommt von der ÖVP und Stadtrat Reinhard Lerchbammer:

„Das ASIA SPA schreibt trotz der massiven Preiserhöhungen, die wir als ÖVP LEOBEN immer als falschen Weg sahen, mehr Verluste als zunächst angenommen“, so Stadtrat Reinhard Lerchbammer.

In der Gemeinderatssitzung vom Dezember 2017 war eine neue Preisstruktur im Asia Spa Leoben durch die SPÖ-Rathausmehrheit von Bürgermeister Wallner beschlossen worden. Der Gedanke dahinter war, durch höhere Preise mehr Einnahmen zu lukrieren. Wir, die ÖVP Leoben, befürchteten immer, dass diese Herangehensweise noch mehr Leobener vom Badebesuch abhalten werde als kalkuliert. Anscheinend bekam auch die SPÖ kurz vor Saisonbeginn „kalte Füße“ und so wurde, um dem entgegenzuwirken, in der Sommersitzung des Gemeinderates das Sommerspecial für Erwachsene und Kinder beschlossen.

Wir wissen nun, es hat nichts gebracht.

Die Einnahmen werden nunmehr um 105.000€ vermindert im Nachtragsvoranschlag dargestellt. Eine traurige Bilanz. Ein schönes Bad, dessen Ruf durch die Preisgestaltung zu Grunde gerichtet wird“, fährt Lerchbammer fort.

Zwar ist die Verlustbilanz im neuen Ansatz um 206.200 gesunken, doch nur durch Bedarfszuweisungen (+216.000) und Einsparungen bei der Instandhaltung (-105.000) realisierbar.

„Einsparungen in der Instandhaltung sind eindeutig der falsche Weg, um das Bad zu sanieren, denn hier geht wahrhaftig Wert verloren“, schließt Stadtrat Lerchbammer ab.

Ziel muss es sein, das ASIA SPA wieder attraktiv und leistbar für Leobener zu machen. In unserer Vorstellung wäre eine Geschäftsfeldtrennung von Wellness und Pool mit einhergehender Überprüfung bestehender Verträge ein Muss. Man könne aber als Stadtgemeinde Leoben eine Gesamtwirtschaftlichkeitsüberprüfung durch Externe veranlassen, die der Kommune in diesem Fall durch neue Inputs weiterhelfen könnten. Eine Stadt kann und wird nie allwissend sein.

Die Stadt sollte über eine Hilfestellung durch Professionisten in entsprechenden ConsultingBüros oder des Rechnungshofes nachdenken, ebenso über eine Neustrukturierung der Unternehmungsführung und -leitung, es geht schließlich um unser aller Freibad in Leoben“, so der Tenor aus der ÖVP.