Immer mehr Österreicher kaufen Waren und Dienstleistungen im Internet. Im Jahr 2017 wurden rund 9.000 Einzelhändler in ganz Österreich gezählt, die online ihre Produkte oder Serviceleistungen verkauften. Die Zahl der Online-Shops hat sich in Österreich somit innerhalb von nur zehn Jahren fast verdreifacht. Die Zahl der Online-Shopper hat sich in Österreich zeitgleich verdoppelt.

Dies sind die Ergebnisse der Studie Internet-Einzelhandel 2018, die mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durchgeführt wurde. Die Studie umfasst sowohl den Bereich des Angebots, sprich des Online-Einzelhandels, als auch die Seite der Nachfrage, repräsentiert durch die Konsumenten des E-Commerce in Österreich.

Laut Studie wurden allein im Jahr 2017 sieben Milliarden Euro in Online-Shops ausgegeben. Die Nachfrage wird bereitgestellt durch 4,1 Millionen Österreicher im Alter von 16 bis 74 Jahren, die durchschnittlich 1.700 Euro pro Jahr für Online-Einkäufe ausgeben. Die Zahl der Online-Shopper hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Online-Shopping erfreut sich insbesondere bei jungen Altersgruppen und Haushalten mit hohem Einkommen großer Beliebtheit. Ganze 62 Prozent der Verbraucher im Alter zwischen 16 und 74 Jahren kaufen in Online-Shops ein.

Aufgrund des schnellen Wachstums der Online-Shops im österreichischen Einzelhandel stiegen Umsätze aus Internet-Verkäufen in den letzten Jahren deutlich schneller als offline Umsätze. Ganze 4,3 Prozent des hiesigen Einzelhandelsvolumens, und zwar 3,2 Milliarden Euro Umsätze, stammen aus dem Online-Handel.

Die Zukunft des Handels sowie Konsums ist online

Der E-Commerce in Österreich wächst rasant und damit auch die Bereitschaft der österreichischen Verbraucher, Waren online zu kaufen. Im vergangenen Jahr lag der Online-Umsatz pro Kopf bei 885 Euro. Damit gehört Österreich zu den Top-Ländern in diesem Bereich. Österreich belegt in einer Studie unter 19 Ländern den vierten Platz. Nur im Vereinigten Königreich (1.118 Euro), in der Schweiz (1.033 Euro) und in Norwegen (920 Euro) wird pro Kopf mehr Geld online ausgegeben. Nach Österreich folgen Länder wie Dänemark, Deutschland und die Türkei.

Wofür geben die Österreicher im Internet ihr Geld aus?

Die von RegioData durchgeführte Studie zeigt, dass sich die Verbraucher in Österreich besonders für Mode-Shopping im Internet interessieren. Laut einer Umfrage unter tausenden Konsumenten vermeiden etwa 70 Prozent der Frauen und jeder zweite Mann, zum Einkaufen von Kleidung in Geschäfte zu gehen. Insgesamt kaufen 59 Prozent der Österreicher zumindest gelegentlich Kleidung über das Internet. An zweiter Stelle der Online-Käufe folgen sowohl bei Männer als auch Frauen Bücher. Elektronische Unterhaltungsgeräte sowie Kosmetik- und Pflegeartikel werden ebenfalls sehr häufig online gekauft.

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Der Trend der Zukunft ist unbestreitbar die zunehmende Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche. Auch Freizeitaktivitäten und alltägliche Besorgungen verlagern sich ins Internet. In Zeiten von Netflix und Spotify kommen Kino und Konzert zum Beispiel bequem nach Hause und selbst das Casino, denn der Trend geht dazu, sogar zum Roulette spielen ins Internet zu gehen. Im Internet Essen zu bestellen ist schon lange Gang und Gäbe und selbst die Vignette zum Ausrucken wird mittlerweile online gekauft.

Diese Entwicklung verwundert nicht, denn online Einkaufen ist praktisch. Die österreichischen Verbraucher schätzen besonders die Möglichkeit, im Internet Preise vergleichen zu können. Mehr als zwei von drei Verbrauchern vergleichen die Preise verschiedener Anbieter stets vor dem Kauf, auch wenn es sich um kleine Mengen handelt.