Sie schützt unsere Augen vor schädlichen UV-Strahlen, vor grellem Sonnenlicht und ist gleichzeitig ein Mode-Accessoire. Sonnenbrillen gibt es in allen erdenklichen Formen und Farben. Die Brille kommt nicht nur im Sommer zum Einsatz und viele Menschen können sich nicht vorstellen, an einem sonnigen Tag das Haus ohne modischen Augenschutz zu verlassen. Hier gibt es vier spannende Fakten rund um die Sonnenbrille.

Schneebrillen waren die ersten Sonnenbrillen

Ungefähr um 1200 v. Chr. erfanden die Inuit die ersten Sonnenbrillen. Die in Form geschnitzten Walrossknochen mit schmalen Sehschlitzen schützten die Arktisbewohner vor Schneeblindheit, denn die engen Schlitze ließen nur wenig Licht durch, das auf die Augen treffen konnte. Der Vorgänger im alten Rom kam der heutigen Sonnenbrille schon etwas näher. So schützte von 37 bis 68 n. Chr. Kaiser Nero beim Anschauen von Gladiatorenkämpfen seine Augen vor Sonnenlicht, indem er durch grüne Smaragdsteine schaute.

Wer produziert Luxus-Sonnenbrillen?

Zu einer der größten Brillenfirmen weltweit zählt das italienische Unternehmen Luxottica. Die Brillenfirma sitzt in Mailand und stellt circa 70 Prozent aller Luxus-Brillen her. Dazu zählen unter anderem Modelle der High-End-Marken Burberry, Chanel und Miu Miu. Andere bekannte Labels wie Tom Ford lassen ihre Sonnenbrillen von der Marcolin Group produzieren und dann sowohl im Netz als auch in Fachgeschäften vertreiben.

Doggy-Style

Die meisten Hundebesitzer haben wahrscheinlich aus Spaß ihrem Hund schon mal eine Sonnenbrille aufgesetzt – allerdings nicht, um deren Augen vor der Sonne zu schützen, sondern um ein Bild zu knipsen und es mit Freunden zu teilen. Lawinenhunde allerdings müssen tatsächlich Sonnenbrillen tragen. Bei der Suche nach verschütteten Lawinenopfern werden die Hundeaugen stark beansprucht. Denn die weiße Schneedecke reflektiert circa 80 Prozent des Sonnenlichts, wodurch die Strahlungsintensität in den Berger deutlich höher ausfällt. Die spezielle Sonnenbrille schützt die Hundeaugen vor Erblindung und Hornhautverletzungen.

Sonnenbrillen können die Augen schädigen

Nicht jede Sonnenbrille schützt die Augen vor den schädlichen UV-Strahlen. Nur Modelle, die das CE-Kennzeichen und den Hinweise „UV 400“ tragen, bieten ausreichend Schutz. Bei Brillen, die nur mit verdunkelten Gläsern ausgestattet sind, riskieren die Träger sogar ernsthaft Schäden an den Augen.

Normalerweise reagieren die Augen bei grellem Sonnenlicht mit einem natürlichen Schutzmechanismus: Der Mensch kneift die Augen zusammen und die Pupillen verengen sich, sodass weniger Licht und damit weniger schädliche UV-Strahlung auf die Netzhaut trifft. Trägt man eine verdunkelte Sonnenbrille ohne UV-Schutz, wird dieser automatische Schutzmechanismus außer Kraft gesetzt und die schädliche Strahlung trifft ungefiltert auf die Netzhaut. Deshalb ist es wichtig, beim Kauf immer auf die richtige Kennzeichnung der Brille zu achten.


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