Der rund 70 Meter lange Schienenschleifzug ist wieder in der Steiermark unterwegs und verleiht den Schienen mit seinen 2.500 PS wieder ein neues, ideales Profil. Das Schleifen bringt sowohl für Anrainer als auch für ÖBB-Kunden Vorteile: der Lärmpegel entlang der Bahnstrecken wird durch das Glätten der Schienen reduziert und in den Waggons wird das Reisen dadurch noch ruhiger und angenehmer. Für die ÖBB bringt das Schienenschleifen auch wirtschaftliche Vorteile, denn die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Schienen wird um ein Vielfaches verlängert.

Ideales Profil für Schienen und Weichen

Auf der Schienenoberfläche bilden sich durch das Befahren von Zügen und vom menschlichen Auge kaum wahrnehmbare kleine Schlupfwellen oder Verdrückungen des Schienenkopfes. Diese feinen Unebenheiten sind Lärmquellen, die außerdem Fahrzeuge und Schienenoberbau durch Vibrationen belasten. Durch die 24 Schleifmotoren des Schienenschleifzuges „Speno“ erhalten Schienen und Weichen wieder ihr ideales Profil. Dabei werden rund 0,3 – 1 mm abgeschliffen. In einer Nacht schafft der „Speno“ etwas mehr als drei Kilometer. Die Streckenabschnitte werden bereits im Vorfeld mit einem speziellen Messzug ausgewählt. Dieses High-Tech Gerät zeigt den Fachexperten genau die Stellen an, an denen der Schleifzug zum Einsatz kommen soll.

Schienenschleifzug bei der Arbeit

Geplante Arbeitseinsätze vom 01. bis 6. November 2017 im Liesingtal

  • 01.11. bis 02.11.2017: Treglwang – Wald/Schoberpass
  • 02.11. bis 03.11.2017: Wald/Schoberpass – Kalwang und Mautern – Kammern
  • 05.11. bis 06.11.2017: Wald/Schoberpass – Gaishorn

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Der Einsatz des Schienenschleifzuges ist minutiös geplant. Um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden nicht zu beeinflussen finden diese Arbeiten zwischen 20:00 und 05:00 Uhr statt. Für diese Bauarbeiten kommen moderne, lärmgedämpfte Geräte und Maschinen zum Einsatz. Trotzdem lassen sich Funken und ruhestörende Geräusche, die durch die rotierenden Schleifscheiben entstehen können, nicht ganz vermeiden. Die ÖBB sind bemüht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass Lärmentwicklungen nicht gänzlich vermieden werden können.

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