Die ganze Welt bereitet sich auf die Elektromobilität vor und Europa nimmt dabei eine Führungsrolle ein. So auch Österreich im Herzen des Kontinents, wo die Steiermark optimistisch in die regenerative Zukunft blickt.

Tendenz stark steigend – auch Zulieferer sind bereit

Die Steiermark verfolgt ehrgeizige Pläne zum Thema Elektromobilität. Die „Landesstrategie Elektromobilität Steiermark 2030“ soll die Weichen für die Entwicklungen im kommenden Jahrzehnt stellen, Versorger wie die Energie Steiermark sind aktiv an der Umsetzung beteiligt. So ist eine hochwertige Ladeinfrastruktur im Bundesland längst in Planung, schon Ende 2017 soll der Ausbauplan „Panther“ abgeschlossen sein.

Diese Bemühungen passen zum Zeitgeist in ganz Österreich. Das Alpenland möchte eine Vorreiterrolle einnehmen und den ökologischen Wandel früh vorantreiben. Interessant ist dabei der Blick auf die Entwicklung über die Jahre: Wurden 2010 gerade einmal etwas mehr als 100 Elektroautos in Österreich neu zugelassen, waren es 2014 bereits über 1.280 und 2016 beinahe 4.000. Die Wachstumskurve geht also steil nach oben und wenn es nach der Umwelt geht, darf es gerne bei diesem Tempo bleiben.

Elektromobilität
Foto: ©istock.com/Nerthuz

Eine positive Rahmenbedingung ist dabei das bestehende Geflecht aus Zulieferern, die den E-Trend ebenfalls unterstützen und für die neuen Anforderungen gewappnet sind. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Lochblech-Spezialist RMIG, für den die Automobilbranche eines der wichtigsten Standbeine ist. Gestanzte Bleche in all ihren Varianten kommen auch in Elektroautos an den verschiedensten Stellen innen wie außen zum Einsatz; die Kapazitäten für den Umschwung in Richtung Elektromobilität sind also längst vorhanden und warten nur darauf, in noch größerem Umfang genutzt zu werden.

Verbraucher sind bereit für den Wechsel

Verglichen mit der Zahl an Autos mit Verbrennungsmotoren, also Diesel und Benziner, sind die rund 9.000 Elektrofahrzeuge immer noch verschwindend gering. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass es sich um eine neue Technologie mit vielen Herausforderungen handelt. Das betrifft sowohl die hohen Kaufpreise als auch praktische Aspekte wie Reichweite, Ladezeit und Ladedauer. Klar ist, dass in all diesen Bereichen noch Fortschritte geschehen müssen, um eine flächendeckende Verbreitung zu erreichen.

Zumindest bei der Anschaffung möchte die Regierung helfen: So gibt es seit dem 1. März 2017 ein Aktionspaket zur Förderung der E-Mobilität, bei der innerhalb der ersten zwei Wochen mehr als 1.000 Anträge eingingen. Die Bereitschaft, ein E-Auto zu kaufen, scheint also schon heute vorhanden zu sein und mit den erwarteten (und erhofften) technologischen Fortschritten der nächsten Jahre soll die Umsetzung für noch mehr Autofahrer realistisch werden.

Kommentar verfassen