Die Aktivitäten des voestalpine-Konzerns an seinen insgesamt neun steirischen Standorten ziehen österreichweit signifikante volkswirtschaftliche Effekte nach sich: Laut einer heute in Graz präsentierten Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes (IWI) für das Geschäftsjahr 2016/17 generiert jeder von der voestalpine in der Steiermark erwirtschaftete Wertschöpfungseuro rund zwei weitere Euro für Österreich. Getrieben wird diese Entwicklung nicht zuletzt auch durch Investitionen von über 1 Milliarde Euro – darunter das modernste Edelstahlwerk der Welt in Kapfenberg – in den kommenden vier Jahren.

 

Als internationaler Leitbetrieb belebt die voestalpine die heimische Wirtschaft überdurchschnittlich positiv: Mit insgesamt 13 Produktionsgesellschaften in der Steiermark beliefert der Technologie- und Industriegüterkonzern anspruchsvolle Kunden der weltweiten Bahninfrastruktur-, Luftfahrt-, Automobil- sowie der Öl- und Gasindustrie. Rund 9.400 Mitarbeiter der steirischen voestalpine-Standorte erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016/17 einen Gesamtumsatz von 3,1 Milliarden Euro; die Exportquote belief sich auf 86 Prozent. Ausgehend davon ergibt sich ein Produktionswert im Ausmaß von rund sechs Milliarden Euro für Österreichs Wirtschaft – davon 4,3 Milliarden Euro in der Steiermark –, wie eine aktuelle Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes (IWI)* darlegt. Die gesamtösterreichische Bruttowertschöpfung mit steirischen Wurzeln liegt damit bei 2,7 Milliarden Euro (Steiermark: 1,6 Milliarden Euro).

Schaffung von Wohlstand und Arbeitsplätzen

Hochqualifizierte Mitarbeiter, ein attraktives Forschungsumfeld und die geografische Nähe zu wichtigen Kunden zählen zu den zentralen Standortfaktoren in der Steiermark. „Die starke internationale Ausrichtung der voestalpine in Kombination mit der regionalen Verankerung ist ein wesentlicher Schlüssel unseres Erfolgs. Die aktuelle Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes macht einmal mehr klar, dass industrielle Produktion auf höchstem technologischen Niveau die Voraussetzung für die langfristige Absicherung des Wohlstandes in unserem Land darstellt. Alleine mit unseren steirischen Aktivitäten sorgen wir für insgesamt rund 30.400 Arbeitsplätze in ganz Österreich, mehr als die Hälfte davon unmittelbar in der Region“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. Die entsprechend ausgelösten gesamtwirtschaftlichen Arbeitnehmerentgelte belaufen sich in Summe auf 1,44 Milliarden Euro.

Ebenso beachtlich ist die Steuerleistung der steirischen voestalpine-Gesellschaften mit Fiskal- und Sozialbeitragseffekten von jährlich 831 Millionen Euro. „Produzierende Unternehmen wie die voestalpine in der Steiermark bilden eine Kernsubstanz der österreichischen Volkswirtschaft – mit der vorliegenden Studie können wir dies auf Basis von empirischen Daten eindrucksvoll veranschaulichen“, so Herwig W. Schneider, Leiter des Industriewissenschaftlichen Institutes.

Weltweit modernstes Edelstahlwerk mit signifikanten Investitionseffekten

Zusätzlich zum laufenden Betrieb generiert die voestalpine in der Steiermark auch durch intensive Investitionstätigkeit beträchtliche volkswirtschaftliche Effekte. Die geplante Errichtung des modernsten Edelstahlwerkes der Welt um bis zu 350 Millionen Euro am Standort Kapfenberg wird gemäß der IWI-Studie alleine in der Bauphase von 2018 bis 2021 in Österreich einen Produktionswert von rund 575 Millionen Euro auslösen; 375 Millionen davon verbleiben im Bundesland. Die daraus resultierende Wertschöpfung beläuft sich auf 242 Millionen Euro (Steiermark: 145 Millionen Euro). Zusätzlich schafft das Projekt in diesem Zeitraum bundesweit 3.500 bzw. landesweit 1.950 Arbeitsplätze. Die ersten baulichen Vorbereitungen dafür haben bereits begonnen, der offizielle Spatenstich erfolgt im Frühjahr 2018.

„Zusammen mit dem Bau des neuen Edelstahlwerkes investieren wir alleine in Kapfenberg bis 2021 insgesamt rund 500 Millionen Euro in neue, innovative Produktionstechnologien. Neben dem kontinuierlichen Ausbau unserer Kapazitäten im Luftfahrtbereich forcieren wir dabei insbesondere auch die weitere Digitalisierung von Anlagen und Prozessen“, so Franz Rotter, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der High Performance Metals Division. Am Standort wird dazu aktuell ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung aufgebaut, das die unternehmensinterne Expertise auf diesem Gebiet bündelt.

Anhaltend intensive Investitionstätigkeit

Eine weitere Großinvestition ist das neue, bereits in Vollbetrieb befindliche vollautomatisierte Drahtwalzwerk am Hauptsitz der Metal Engineering Division in Leoben/Donawitz. Während des Baus (2013 bis 2017) führte dieses Vorhaben für den Wirtschaftsstandort Österreich zu einer Wertschöpfung von über 60 Millionen Euro (Steiermark: 40 Millionen Euro), einem Produktionswert von 150 Millionen Euro (Steiermark: 100 Millionen Euro) sowie insgesamt 800 Arbeitsplätzen (Steiermark: 450). „Wir haben in letzter Zeit zahlreiche Maßnahmen in der Steiermark gesetzt, von denen sowohl unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Region profitieren – von der Errichtung des modernsten Drahtwalzwerkes der Welt bis hin zu einem Mitarbeiterzentrum mit eigener Kinderbetreuungseinrichtung. In den kommenden vier Jahren planen wir anhaltend intensive Investitionstätigkeiten im Gesamtumfang von 650 Millionen Euro, um die globale Innovationsführerschaft unserer hier ansässigen Gesellschaften weiter auszubauen“, so Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 11,3 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,54 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 50.000 Mitarbeiter.

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