Rückgang bei der Anzahl von Einfamilienhaus-Verkäufen: Nach zwei außerordentlich guten Jahren liegt die Anzahl der neu verbücherten Einfamilienhausverkäufe im ersten Halbjahr 2017 um -5,9% hinter dem Vorjahr, aber trotzdem noch um 25% über dem Niveau von 2014 und 2013. Für 4.936 Einfamilienhäuser registrierte das Amtliche Grundbuch von Jänner bis Juni neue Eigentümer. Diese bezahlten dafür in Summe 1,3 Mrd. Euro, um 85 Mio. Euro (+6,8%) mehr als im Vergleichszeitraum 2016. Damit stellen die Einfamilienhäuser 8,2% aller 60.312 im ersten Halbjahr 2017 registrierten Immobilientransaktionen dar, wertmäßig ist der Anteil höher, er liegt bei 9,6% des Gesamtmarktes.

Dies meldet das Maklernetzwerk RE/MAX im RE/MAX ImmoSpiegel für die Kategorie Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2017. Grundlage dafür ist die Gesamtauswertung aller Immobilien-Kaufverträge die im Grundbuch 2017 verbüchert wurden und von IMMOunited – den Experten für Immobiliendaten – ausgelesen und als Kaufvertragssammlung veröffentlicht werden.

Foto: © RE/MAX
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Der Gegenwert für ein Einfamilienhaus lag heuer typischerweise bei 223.364 Euro und damit um +9,4% höher als im ersten Halbjahr 2016. „Dieser Preisanstieg innerhalb eines Jahres ist für Einfamilienhäuser untypisch und in erster Linie in der aktuellen Marktsituation begründet. Einer weiterhin überdurchschnittlich hohen Nachfrage stand ein rückläufiges Angebot gegenüber, viele möchten die aktuell noch einmalig niedrigen Kreditzinsen nutzen und investieren in einen Hauskauf und damit in maximale Lebensqualität. Denn der Wohntraum der meisten Österreicher ist ja immer noch ein eigenes Haus“, sagt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

STEIERMARK: knapp vor Oberösterreich bei der Anzahl
Die steirischen Einfamilienhaus-Verkäufer lukrierten im ersten Halbjahr 2017 179 Mio. Euro, um -1,8% weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und zwar aufgrund der geringeren Verkaufszahlen. Die Anzahl ist laut RE/MAX-Experten im Halbjahresvergleich um -11,9% auf das Niveau zwischen 2014 und 2015 zurückgegangen. Mit 891 neu verbücherten Einfamilienhäusern hat die Steiermark auch heuer Oberösterreich wieder hinter sich gelassen. Die Steirer bewerkstelligten somit 18,1% aller Einfamilienhaus-Käufe in Österreich. Laut RE/MAX Research brachte ein steirisches Einfamilienhaus dem Verkäufer typischerweise 184.066 Euro und damit um +10,9% mehr als im ersten Halbjahr 2016.

Im Bezirk Leoben stiegen die Preise sogar um +12,1%

Bezirk Anzahl HJ 2017 +/- Vorjahr Preis HJ 2017 +/- Vorjahr +/- zu 2012
Österreich 4.936 -5,9% 223.364 9,4% 24,9%
Steiermark 891 -11,9% 184.066 10,9% 20,4%
Bruck-Mürzzuschlag 73 7,4% 128.878 -0,9% 21,2%
Deutschlandsberg 57 -10,9% 174.837 27,5% 26,9%
Graz (Stadt) 137 -8,1% 310.319 12,9% 319,7%
Graz-Umgebung 165 -10,8% 231.646 16,6% 54,1%
Hartberg-Fürstenfeld 50 22,0% 126.162 14,9% -44,6%
Leibnitz 79 -25,5% 183.745 4,8% -3,2%
Leoben 40 -9,1% 130.183 12,1% 9,1%
Liezen 76 -2,6% 163.722 -3,3% 7,1%
Murau 7 -66,7% k.A. k.A. k.A.
Murtal 50 -16,7% 129.830 8,8% -10,2%
Südoststeiermark 59 7,3% 107.644 -12,0% -13,7%
Voitsberg 44 -35,3% 156.329 27,4% 48,9%
Weiz 54 -25,0% 166.733 26,2% 69,0%

 

Fast die Hälfte des Einfamilienhaus-Investments in und um Graz
In Graz und Graz-Umgebung fanden bis Jahresmitte 2017 33,9% aller steirischen Einfamilienhaus-Käufe statt. Ihr Wertanteil lag sogar bei 47,8% der Landessumme, wieder um 2 weitere Prozentpunkte mehr als 2016.
Die Ursache dafür ist einfach: der Preis für ein Einfamilienhaus liegt in der Stadt bei 310.319 Euro und somit mehr als doppelt so hoch wie in sechs steirischen Landbezirken.
Auch Graz-Umgebung mit einem Einfamilienhauspreis von 231.646 Euro liegt mit Abstand über den anderen Bezirken. Zum Vergleich die typischen Einfamilienhauspreise im ersten Halbjahr 2017 in den Bezirken in absteigender Reihenfolge:
Leibnitz 183.745 Euro (+4,8%), Deutschlandsberg 174.837 Euro (+27,5%), Weiz 166.733 Euro (+26,2%), Liezen 163.722 Euro (-3,3%), Voitsberg 156.329 Euro (+27,4%), Leoben 130.183 Euro (+12,1%), Murtal 129.830 (-16,7%), Bruck-Mürzzuschlag 128.878 Euro (-0,9%), Hartberg-Fürstenfeld 126.162 (+14,9%) und Südoststeiermark 107.644 Euro (-12,0%).

Die neuen Doppelbezirke legen zu
Während die Anzahl der verkauften Einfamilienhäuser im Bundesland noch hinter dem Vorjahr liegt, zeigen 3 Bezirke erhöhte Dynamik: Bruck-Mürzzuschlag verzeichnet +7,4% mehr Einfamilienhaus-Verkäufe, Hartberg-Fürstenfeld +22,0% und die Südoststeiermark +7,3%.
Im 5-Jahres-Vergleich haben sich die Preise in der Steiermark um +20,6% nach oben gedreht.

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