LKH Standort Eisenerz wird Mitte nächsten Jahres geschlossen

Foto: KAGes

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Krankenhaus Eisenerz
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In einer Mitarbeiterversammlung informierten am Mittwoch Gesundheitslandesrat Mag. Christopher Drexler, KAGes – Vorstand KHBW Ernst Fartek MBA und die Anstaltsleitung des LKH Hochsteiermark die bisher am Standort Eisenerz eingesetzten 72 Mitarbeiter über den Ablauf der Schließung dieser externen Abteilung des LKH Hochsteiermark. Diese war ja bereits im Frühjahr dieses Jahres angekündigt worden und wird jetzt konkret in Angriff genommen. „Da wir natürlich auch dieses Projekt mit aller Sorgfalt bearbeiten, wird es bis zur Mitte des nächsten Jahres dauern, bis alles sorgsam in das LKH Hochsteiermark übersiedelt ist“, beschreibt Fartek den Zeithorizont.

LR Drexler wiederum bedankte sich vor allem bei den betroffenen Abteilungsleitungen und Mitarbeitern für die bisherige Aufrechterhaltung der Versorgung unter den schwierigen Bedingungen des Spitalsärzte – Arbeitszeitgesetzes und ersuchte „auch diese rund neun Monate, die wir jetzt noch brauchen werden, zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten so gut weiter zu machen.“ Denn nur durch diesen Einsatzwillen sei es möglich gewesen, die geplante Vorgangsweise wonach „zuerst das neue Gesundheitszentrum in Betrieb sein muss bevor wir die Spitalsversorgung absiedeln können“ auch umzusetzen. Selbstverständlich gilt auch hier, dass jedem Mitarbeiter mit unbefristetem Dienstverhältnis ein Arbeitsplatz in der KAGes garantiert ist.

Wobei die Patienten, die am Standort Eisenerz behandelt wurden, zum allergrößten Teil extra dafür hierher gebracht werden mussten: Im Jahr 2016 stammten von insgesamt 1.662 stationären Patienten nur 153 aus der Kleinregion Eisenerz. Sowohl diese Zahlen wie auch das Versorgungsangebot des neuen Gesundheitszentrums legen nahe, dass dieses dem zeitgemäßen Bedarf der örtlichen Bevölkerung besser entspricht, als eine Expositur eines Spitals, die natürlich nicht annähernd eine Spitalsvollversorgung bieten kann: Das Kernteam aus Ärzten, Pflegepersonal sowie einer Ordinationsassistenz, sorgt schon jetzt für die medizinische Grundversorgung der Eisenerzer Bevölkerung. Mit längeren und flexibleren Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 17 Uhr. Sie bieten :

  • Erweiterte Diagnostik und Verbands/Wund-Behandlungsraum
  • Pflegekräfte zur besseren Chroniker-Versorgung und Schnittstelle zu mobilen Pflegediensten
  • Mehr Zeit für Arzt-PatientInnengespräche
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Zusätzlich zum Kernteam werden weitere Gesundheitsberufe, wie PhysiotherapeutInnen, PsychologInnen etc. in die Betreuung der PatientInnen miteingebunden. Darüber hinaus ist auch eine Anbindung von FachärztInnen, wie die eines Internistin/en, an das Gesundheitszentrum für die Zukunft vorgesehen.

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