Foto: Union Juri Leoben
Foto: Union Juri Leoben

Seit Herbst letzten Jahres haben sich die Teams aus Eger(HUN), Tatran Presov(SVK) und Union JURI Leoben intensiv mit den Vorbereitungen zu ihrem länderübergreifenden Erasmus+ Jugendprojekt „Be healthier, be a Handball player“ beschäftigt. Am letzten Wochenende fand nun in der Obersteiermark das erste Turnier statt, welches bei allen Teilnehmern für Begeisterung sorgte.

Das Projektteam der Union JURI Leoben unter der Leitung von Alfred Leithold hatte in den letzten Monaten viel zu tun, stand doch die Planung des ersten Turniers im Rahmen eines Erasmus+ Projektes bevor, welches die Montanstädter gemeinsam mit den Teams von Eger(HUN) und Tatran Presov(SVK) durchführen. Großes Ziel der drei Vereine ist es eine Art Leitfaden zu erstellen, der helfen soll, Jugendliche für den Handballsport zu begeistern. Die Darstellung soll dabei unter anderem die Mehrwerte in gesundheitlicher und sozialer Hinsicht wiedergeben.

Am Freitag den 9. Juni fand der Anreisetag der beiden U12-Mannschaften aus der Slowakei und Ungarn statt. Jedes Team war mit 15 Spielern sowie 5 Betreuern in die Obersteiermark gereist, wo man im Kongress Hotel Leoben sein Quartier bezog. Der erste Höhepunkt war das gemeinsamen Abendessen im Arkadenhof, welches die Jungs aller drei Mannschaften zum ersten Kennenlernen und die Betreuer zum ersten Kick-Off Meeting nutzten.

Der Samstag begann für die Jugendspieler aus Eger, Presov und Leoben mit einer Führung, wo sich die Mannschaften, geleitet von Damen der heimischen Kunsthalle, auf eine Reise durch die Sehenswürdigkeiten der Montanstadt begaben. Gegen 10:00 Uhr trafen die Mannschaften dann in der Sporthalle Donawitz ein, wo ein Turnier stattfand, welches von sportlichen Tests begleitet wurde. Besonders freute es die Verantwortlichen der Union JURI Leoben, dass man mit dem Abteigymnasium Seckau auch ein reines Schulteam zu diesem Event begrüßen konnte.

Die sportlichen Tests wurden von Goran Pajicic und Michi Ernst geleitet und umfassten die Bereiche Koordination, Sprungkraft, Wurfkraft, Schnelligkeit sowie die Aufnahme körperlicher Grunddaten aller Spieler. Beim handballerischen Vergleichskampf wurde den Zusehern tolle Leistungen geboten. Am Ende des Tages konnten sich die Hausherren der Union JURI Leoben vor Eger, Seckau und Tatran Presov durchsetzen. Nach der Siegerehrung, durchgeführt von GR Claudia Hödl-Tomitsch gab es noch ein Grillfest für alle Anwesenden, wo die länderübergreifenden Beziehungen weiter vertieft werden konnten.

Für die Betreuer war der Tag allerdings noch nicht zu Ende. Mit Spannung erwartete man die Testergebnisse, welche präsentiert und diskutiert wurden. Schwerpunkt waren dabei die Unterschiede zwischen den Ländern sowie Vereins- und Schulmannschaften. So gab es interessante Erkenntnisse etwa bei Sprung- und Wurfkraft, bei denen man die Ursachen zu ergründen versuchte.

Alfred Leithold war mit dem Turnierwochenende sehr zufrieden und weiß, dass es nur durch den gemeinsamen Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter zu einem Erfolg wurde. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir das erste Turnier im Zuge dieses Erasmus+ Projektes durchführen konnten. Im Vorfeld hat man viele Ideen. Die Umsetzung ist jedoch nur möglich, wenn viele Hände zusammengreifen. Dafür möchte ich allen Helfern meinen Dank aussprechen, denn es war zu einem großen Teil ihr Verdienst, dass dieses Wochenende bei Spielern und Betreuern zu vielen positiven Eindrücken geführt hat.“, so der Projektleiter.

Im Herbst dieses Jahres soll nun das nächste Turnier in Presov stattfinden. Der Abschluss findet dann 2018 im ungarischen Eger statt, von wo aus das Projekt auch gesamtheitlich geleitet wird.

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