Der Pfarrhof der Stadtpfarre St. Xaver hat mit der Anschrift „Jesuitengasse 1“ zukünftig eine weitere Postadresse. Heute wurde die neue Straße in der Innenstadt von Leoben im Beisein von Bürgermeister Kurt Wallner und Stadtpfarrer Monsignore Dr. Markus Plöbst offiziell übergeben. Die Jesuitengasse mit einer Gesamtlänge von rund 60 m zweigt von der Erzherzog Johann-Straße in südliche Richtung ab und liegt zwischen dem Kollegium Josefinum (Erzherzog Johann-Str. 4) und dem ehemaligen Arbeitsamt, heute Polizeidienststelle (Erzherzog Johann-Str. 8).

Im Bild v.l.: Alfred Joham, Leiter des Referates Raumplanung und Stadtvermessung der Stadt Leoben, Stadtpfarrer Markus Plöbst und Bürgermeister Kurt Wallner
Im Bild v.l.: Alfred Joham, Leiter des Referates Raumplanung und
Stadtvermessung der Stadt Leoben, Stadtpfarrer Markus Plöbst und
Bürgermeister Kurt Wallner (Foto: Freisinger)

Die Benennung erfolgte auf Anregung und Vorschlag von Msgr. Dr. Markus Plöbst in Erinnerung an das Wirken des Jesuitenordens in Leoben. Die Namensgebung wurde am 29.9.2016 vom Gemeinderat beschlossen.

Im Jahre 1613 wurde dem Jesuitenorden vom damaligen Erzherzog Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand II, die landesfürstliche Burg übergeben. Der Orden galt als „Speerspitze der Gegenreformation“ und sollte durch sein Wirken von Leoben aus die Rekatholisierung sicherstellen. Durch die Errichtung der neuen Jesuitenkirche, der heutigen Stadtpfarrkirche St. Xaver, veränderte sich am Ende des 17. Jahrhunderts auch das Erscheinungsbild Leobens maßgeblich. Das Leobener Jesuitenkolleg bestand bis zur (vorübergehenden) Aufhebung des Ordens 1773.

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