In Zeiten des demografischen Wandels bilden Lehrlinge einen wesentlichen Grundstein für die Zukunft einer schlagkräftigen Region. 845 Lehrlinge werden zurzeit in 194 Betrieben im Bezirk Leoben ausgebildet. Jene Lehrlinge, die ihre Lehrabschlussprüfung mit Auszeichnung bestanden haben, ihre Lehrbetriebe sowie die Absolventinnen und Absolventen von Meister- und Befähigungsprüfungen aus dem Bezirk Leoben wurden nun wieder im WIFI Niklasdorf von der Wirtschaftskammer mit dem „Stars of Styria“ geehrt.

Stars of Styria (Foto: Foto Fischer, Graz)
Stars of Styria (Foto: Foto Fischer, Graz)

Die Lehre steht bei steirischen Jugendlichen nach wie vor hoch im Kurs, haben doch 40,4 Prozent des Altersjahrganges sich im Vorjahr für die duale Berufsausbildung als ihren Bildungsweg entschieden. Einer aktuellen Studie zu Folge haben rund 37 Prozent der Führungskräfte ihre Laufbahn mit einer Lehre begonnen.

 

Für Regionalstellenobmann-Stellvertreter Gottfried Zagorz ist das ein klares Zeichen, dass eine Lehre nach wie vor eine attraktive Berufsausbildung darstellt. „Gerade in Zeit, wo das Wachstum geringer ist, können wir nur mit exzellenten Mitarbeitern am Markt bestehen. Unsere Lehrlinge sind die Grundlage dafür und die halbe Welt beneidet uns um unser System“, so Zagorz.

 

Andreas Herz, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark, betonte, dass die WKO das Thema „Jugendbeschäftigung“ auch zu einem interessenpolitischen Schwerpunktthema auserkoren hat. Berufsorientierung und Bildungsberatung sollen in Hinkunft stärker dazu beitragen, dass junge Menschen durch Fehlentscheidungen wichtige Jahre verlieren. „ Die hohen Drop-out-Quoten, nicht nur an den Universitäten, sondern auch an den höherbildenden Schulen müssen gesenkt werden – sie liegen bei den AHS bei 26,4 und bei den BHS bei 34 Prozent“, merkt Herz an.

 

Aus diesem Grund hat die WKO Steiermark auch in das neue „Talent.Center“ investiert, welches in der letzten Woche offiziell eröffnet wurde. Damit bietet die WKO Steiermark in Zusammenarbeit mit der Universität Graz den Jugendlichen wie auch deren Eltern eine hochqualifizierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Bildungs- und Berufswahl. Herz und Zagorz hoffen, dass viele Jugendliche aus der Region dieses Angebot hinkünftig nutzen werden.

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