Auf Facebook gab es am 17.08.2016 mehrere Beiträge über einen Vorfall im LCS (Leoben City Shopping) bei dem Personen panikartig das Shoppingcenter verlassen haben sollen. LeobenNews hat mit dem LCS Inhaber Jean Erich Treu über die Hintergründe gesprochen.

LCS Inhaber Jean Erich Treu
LCS Inhaber Jean Erich Treu (Foto: LCS-Leoben City Shopping)

Herr Treu können Sie uns näheres zu den Vorfällen am 17.08. sagen?

Treu: „Gestern fand eine Übung für den Ernstfall statt. Diese Übung findet einmal jährlich statt und wird uns von den Behörden vorgeschrieben. Da diese Übung so realitätsnah wie möglich sein sollte, wussten nur ein paar Verantwortliche Bescheid. Wir führen diese jährlichen Übungen jetzt schon zum achten mal durch. Bis jetzt hat es nie Probleme gegeben.“

Hintergrund: In der Arbeitsstättenverordnung steht in § 45  Absatz 5: Es sind mindestens einmal jährlich Brandalarm- und Räumungsübungen durchzuführen. Werden bei einer solchen Übung Mängel der Alarmeinrichtung festgestellt, ist die Übung nach höchstens drei Monaten zu wiederholen.

Auf Facebook wird in einigen Beiträgen von einer Panik geschrieben. Einige kritisieren, dass diese Übung nicht angekündigt war.

Treu: „Wie sinnvoll wäre eine angekündigte Übung. Das würde ja völlig an der Realität vorbeigehen. Mit dieser Übung soll ja geprobt werden was in einem Ernstfall zu tun ist. Das LCS gibt es jetzt seit 9 Jahren. Bei der ersten dieser Übungen haben wir Plakatständer mit Informationen zu der Übung aufgestellt. Das wurde uns aber unterasgt. Eine angekündigte Übung würde auch wenig Sinn machen. Ein Brand kündigt sich auch nicht 2 Wochen vorher an. “

Danke Herr Treu!

Link zur Diskussion auf Facebook


Fazit: Es war eine jährlich stattfindende Übung. Einige Personen haben sich durch den Alarm anscheinend so erschreckt, dass sie in Panik aus dem LCS bzw. aus der Tiefgarage gelaufen sind. Dadurch wurden dann noch mehr Personen verunsichert.

Die gestrige Situation zeigt aber sehr gut wie es in einem Ernstfall aussehen könnte. Die Panik wäre dann wahrscheinlich noch um einiges schlimmer. In solchen Situationen sollte man versuchen die Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Einsatzkräfte folge zu leisten. Unsere Feuerwehr und Polizei wissen was zu tun ist!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here