Eisenerz – Am Freitag, 11. September 2015, und am Sonntag, 13. September 2015, wurden insgesamt fünf Personen aus alpinen Notlagen gerettet.

ÖAMTC Flugrettung (Foto: ÖAMTC)
ÖAMTC Flugrettung (Foto: ÖAMTC)

Freitag, 11. September 2015, gegen 12:00 Uhr, verließ ein 72-Jähriger aus dem Bezirk Leoben eine Schutzhütte und wollte in Richtung Tal absteigen. Als sich der Hüttenwirt nach etwa 40 Minuten vor die Hütte begab und Hilferufe hörte, machte er sich auf die Suche. In unmittelbarer Nähe der Hütte fand er den leicht verletzten 72-Jährigen am Boden liegend vor. Gemeinsam mit weiteren Hüttenbesuchern leisteten sie Erste Hilfe und verbrachten den 72-Jährigen in die Schutzhütte. Da aufgrund des starken Nebels eine Hubschrauberbergung nicht möglich war, stiegen insgesamt 19 Personen des Bergrettungsdienstes (Ortstelle Vordernberg und Eisenerz) zur Schutzhütte auf und versorgten den Verletzten. Nachdem sich die Wetterlage verbessert hatte, wurde der 72-Jährige von den Einsatzkräften des Rettungshubschraubers Christopherus C 15 medizinisch versorgt und anschließend ins LKH Waidhofen/Ybbs geflogen. Zusätzlich war noch ein Mann der Alpinpolizei im Einsatz.

Sonntag, 13. September 2015, stieg ein 47-Jähriger aus dem Bezirk Leoben alleine im Gemeindegebiet von Eisenerz über den sogenannten Neuwaldeggsattel über wegloses Felsgelände zum Griesmauerkogel (2034 m) auf. Von dort wollte er über einen steilen, ausgesetzten Felsgrat absteigen. Da er sich aufgrund schlechter Wetterverhältnisse (starker Nebel, Wind) auf dem Felsgrat verirrte und die Abstiegsrichtung nicht mehr finden konnte, setzte er gegen 12:15 Uhr einen Notruf ab. Auch in diesem Fall konnte aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse kein Hubschraubereinsatz erfolgen. Der 47-Jährige wurde von den Einsatzkräften der Bergrettung Eisenerz und Vordernberg mittels Seilsicherungen aus dem steilen Felsgelände unverletzt ins Tal gebracht. Im Einsatz waren 13 Einsatzkräfte der Bergrettung Eisenerz und Vordernberg sowie ein Beamter der Alpinpolizei Hochsteiermark.

Sonntag, 13. September 2015, beabsichtigten drei slowakische Staatsangehörige, ein 52-jähriger Mann und zwei Frauen, 39 und 36 Jahre alt, die Begehung des sogenannten „Kaiser Franz Josef Klettersteig“ im Bereich Seemauer – Hochblaser in Eisenerz. Nachdem die drei Kletterer in den späten Vormittagsstunden in den mit Stahlseilen gesicherten Klettersteig eingestiegen waren, bekam der 52-Jährige gegen 13:45 Uhr körperliche Probleme. Auch seine beiden Begleiterinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits so geschwächt, dass ein weiterer Aufstieg bzw. Abstieg nicht möglich war. Mittels Mobiltelefon verständigten sie anschließend die Einsatzkräfte. Sogleich wurde eine Rettungsaktion durch Kräfte der Bergrettung Eisenerz, Alpinpolizei Hochsteiermark sowie des Hubschraubers des BMI eingeleitet. Die Kletterer wurden mittels zweier 70-Meter-Taubergungen durch die Einsatzkräfte des Hubschraubers gerettet und ins Tal geflogen. Der 52-Jährige, der über Schmerzen in der Brust geklagt hatte, begab sich selbst in ärztliche Behandlung. Seine beiden Begleiterinnen blieben unverletzt.