Grüner „Baumschützer-Vorstoss“ in Leoben

0
447
Mag. Elisabeth Jobstmann u. Dipl.Ing. Waltraud Körndl (Foto: Grüne Leoben)
Mag. Elisabeth Jobstmann u. Dipl.Ing. Waltraud Körndl (Foto: Grüne Leoben)

Jobstmann, die Gemeinderätin der Grünen erhält einen Hilferuf einer Baumschützerin und ergreift die Initiative.

In einer Wohnanlage in Leoben-Lerchenfeld gibt es seitens einiger BewohnerInnen Bestrebungen Bäume zu fällen, um den Schattenwurf der Bäume auf die Wohnungen zu reduzieren. Andere BewohnerInnen der Wohnanlage schätzen die Bäume mit ihren vielfältigen Funktionen und möchten die Bäume erhalten. Nach einem Gespräch mit Vizebürgermeister Jäger und Dipl. Ing. Kienninger wurde von den Grünen ein weiteres Baumgutachten in Auftrag gegeben das klären sollte ob eine Fällung der Bäume aus Gründen des Schattendruckes notwendig ist und ob bei Fällung des Bergahorns weitere drei Bäume gefällt werden müssen, weil die Standsicherheit aufgrund erhöhter Windlast nicht mehr gegeben ist.

Dipl.Ing. Waltraud Körndl, FLL-zertifizierte Baumkontrolleurin aus Graz kommt tatsächlich zu einem anderen Ergebnis: „Selbst wenn der Bergahorn entfernt werden würde, braucht es keine Fällung weiterer Bäume. Wichtig ist das Belassen der anderen Bäume, um die Windlast nicht unnötig zu erhöhen. Der Erhalt des Randbaumes ist aufgrund seiner Kronenform besonders wichtig, weil er als Windschutz für die dahinterliegenden Bäume dient“.  Nach ihren Untersuchungen stellt sie weiters fest, dass eine Entfernung von den Bäumen zur Verbesserung der Lichtverhältnisse in einer Wohnung in der Wohnhausanlage nicht erforderlich ist. „Es liegt keine unzumutbare Beeinträchtigung vor, die Abstände der Bäume zur Wohnung sind groß genug und eine Moosbildung, welche ein Indiz für erhöhten Schattendruck wäre, gibt es nicht“.

Jobstmann konfrontiert nun den Bürgermeister und –Stellvertreter mit diesem neuerlichen Gutachten und setzt auf eine „baumfreundliche“ Lösung des Konfliktes. „Die Bäume geben dem Innenhof einen individuellen Charakter sie beruhigen durch die grüne Farbe und heben die Lebensqualität der BewohnerInnen“ erläutert Jobstmann. „Sie bieten Sichtschutz zwischen den Wohnungen und haben an heißen Sommertagen eine wohltuende kühlende und schattenspendende Funktion. Der Aufenthalt unter dem Kronendach ist wesentlich angenehmer als auf der offenen Wiese, es fehlen nur mehr Bänke zum Verweilen“, meint Jobstmann.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here