Neue Betrugswelle durch vermeintlich gesperrte Computersysteme

Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugswelle durch vermeintlich gesperrte Computersysteme. Zuletzt wurde eine 29-jährige Obersteirerin Opfer des sogenannten „Polizei-Virus“, der auf diese Weise agiert.

 

Die Obersteirerin hatte ein Anschreiben mit dem Logo der österreichischen Polizei erhalten – darin wurde ihr mitgeteilt, dass sie gegen rechtliche Sachverhalte verstoßen hätte und ihr Computer deshalb gesperrt worden sei. Sie habe, so war in dem Schreiben weiters angeführt, die Möglichkeit, 100 Euro zu überweisen und damit eine Entsperrung des Computers zu erwirken.

Bei diesem Virus handelt es sich um den bereits seit längerem bekannten „Polizei-Virus“, der nun vorgibt, von der Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt zu stammen. Daneben kursiert Schadsoftware, die als Warnmeldung eines namhaften Softwareherstellers auftritt oder vorgibt, auf dem Computer illegal heruntergeladene Musikstücke gefunden zu haben. Ziel dieser Attacken ist es, den Benutzer zur Zahlung von Geldbeträgen via einschlägigen Zahlungsmethoden, z. B. Paysafe oder Kreditkarten für die Freischaltung der gesperrten Systeme oder Bereiche zu veranlassen.

 

Die Polizei rät, keine Zahlungen durchzuführen – weder eine Behörde, sei es Polizei, Justiz oder Finanz, noch ein seriöses Unternehmen fordert auf diese Weise Zahlungen ein! Auch wenn das System freigeschalten wird, kann es jederzeit wieder zu einer Sperre kommen, wenn keine Bereinigung der Schadsoftware durchgeführt wird. Zu diesem Zweck finden sich im Internet zahlreiche hilfreiche Seiten, die es auch „ungeübten“ Benutzern möglich machen sollten, die Schadsoftware ohne Verlust der eigentlichen Benutzerdaten und Neuinstallation des Betriebssystems zu entfernen; z. B. https://botfrei.de/ oder http://bka-trojaner.de/

 

Zum Schutz vor einem Befall mit dieser Schadsoftware wird folgendes geraten:

 

-          Systemupdates durchführen, Firewall und Virenschutz installieren und aktuell halten

-          Programmupdates von einschlägigen Programmen wie Adobe Flash Player und Java durchführen

-          Verdächtige bzw. unbekannte Mails löschen ohne zuvor darin enthaltene Links anklicken oder Anlagen zu öffnen


Short URL: http://www.leobennews.at/?p=9472

Posted by on Mrz 6 2012. Filed under Allgemein, HiTech, News, Sonstiges. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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